Skoliose
Die Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, die nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann. Dabei kommt es auch zu einer Rotationsfehlstellung der Wirbelkörper in den betroffenen Wirbelsäulenabschnitten. Meistens betrifft die Skoliose die ganze Wirbelsäule und nur gelegentlich einzelne Abschnitte. Sie ist abzugrenzen von einer funktionellen skoliotischen Fehlhaltung die sich durch physiotherapeutische Maßnahmen meistens gut beheben lassen.
In 80% - 90% der Fälle ist die Ursache unbekannt (sog. Idiopathische Skoliosen). Diese Skoliosen beginnen meist im Kindes- und Jugendalter.
Die restlichen 10% - 20% der Ursachen sind meistens auf Nerven-, Muskel- oder Bindegewebserkrankungen, oder Unfälle zurückzuführen (Sekundäre Skoliosen).
Die krankengymnastische Therapie hat einen wichtigen Stellenwert - dabei sollte der Patient 1 -3 Mal pro Woche, je nach Schweregrad der Skoliose, zur ambulanten Physiotherapie gehen. Außerdem sollte ein individuelles Heimübungsprogramm erstellt und täglich geübt werden. Sehr starke Skoliosen müssen meist operativ versorgt werden, dabei wird die Wirbelsäule u.a. versteift.
Bei früh erkannten Skoliosen bestehen gute Heilungschancen, bei schon fortgeschrittenen Skoliosen lassen sich meistens die Krümmungswinkel verbessern.
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