Spiraldynamik
Spiraldynamik ist ein dreidimensionales Bewegungskonzept, das gesunde Bewegung erklärbar, erfahrbar und lehrbar machen soll. Sie findet sowohl in der Rehabilitation als auch der Prävention Anwendung.
Das Bewegungssystem des Menschen wird nach diesem Modell in funktionelle Einheiten („Koordinationseinheiten“) zwischen endständigen Knochen, den „Polen“ gegliedert (z.B. Kopf und Becken bilden die Pole der Koordinationseinheit Stamm). Als statisches Grundelement zur Beschreibung von Bewegungsabläufen wird die Helix (Spirale) genutzt, als dynamisches Prinzip die Welle. Therapeuten versuchen, damit „gesunde Bewegungen“ zu definieren, die unter physiotherapeutischer Anleitung erlernt werden sollen.
Grundlage jeder spiraldynamischen Behandlung ist der in einer Untersuchung erhobene Befund, der Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsverhalten und den Beschwerden des Patienten sucht. Nach einer Bewegungsanleitung soll der Patient die neu- oder wiedererlernte Bewegung eigenverantwortlich in seinem individuellen Alltag umsetzen. Spiraldynamik ist daher im Sinne einer begleitenden krankengymnastischen Behandlung besonders für Beschwerden, die mit unphysiologischem Bewegungsverhalten in Zusammenhang stehen, geeignet wie z.B. Bandscheibenvorfall, Fußdeformitäten, Handbeschwerden, Tennisellenbogen, Arthrose.
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